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Kaminholz

Kaminholz und Energieholz

Kaminholz – natürliche Wärme aus Holz

Kaminholz gehört zu den klassischen Holzbrennstoffen und wird vor allem in Kaminöfen, Kachelöfen und dafür geeigneten Feuerstätten eingesetzt.

Zum sogenannten Energieholz zählen verschiedene Holzbrennstoffe, die sich in Form, Verarbeitung und Einsatzbereich unterscheiden. Dazu gehören unter anderem:

  • Holzpellets
  • Holzbriketts
  • Holzhackschnitzel
  • Kaminholz bzw. Scheitholz

Holz als Brennstoff

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wird seit Jahrhunderten zur Wärmeerzeugung genutzt. Für die Verwendung als Brennstoff sind vor allem die Holzart, der Wassergehalt, die Scheitgröße und die richtige Lagerung entscheidend.

Gut getrocknetes Kaminholz zeichnet sich durch einen hohen nutzbaren Heizwert aus und unterstützt eine gleichmäßige Verbrennung in einer geeigneten Feuerstätte.

Entscheidend für einen zuverlässigen Betrieb ist außerdem, dass Feuerstätte und Brennstoff aufeinander abgestimmt sind und die Vorgaben des Geräteherstellers beachtet werden.

Welche Holzart eignet sich für den Kamin?

Für Kamin- und Kachelöfen werden häufig Laubharthölzer wie Buche oder Eiche verwendet. Aufgrund ihrer höheren Rohdichte liefern sie bezogen auf das Holzvolumen mehr Energie als viele leichtere Nadelhölzer und sorgen für eine vergleichsweise lange Brenndauer.

Auch Holzarten wie Birke, Kiefer oder Fichte können als Brennholz verwendet werden. Welche Holzart geeignet ist, hängt unter anderem von der jeweiligen Feuerstätte und der gewünschten Verwendung ab.

Heizwert von Kaminholz

Wie viel Wärme aus Kaminholz gewonnen werden kann, hängt insbesondere von der Holzart und dem Wassergehalt ab. Bezogen auf das Gewicht liegen die Heizwerte verschiedener Holzarten relativ nah beieinander. Deutlichere Unterschiede ergeben sich beim Heizwert pro Raummeter, da sich die Rohdichte der Holzarten unterscheidet.

Die folgende Tabelle zeigt typische Richtwerte für ausgewählte Holzarten:

Holzart Heizwert
(kWh/kg)
Heizwert
(kWh/Raummeter)
Heizwert
(MJ/kg)
Eiche ca. 4,2 ca. 2.000 ca. 15,0
Buche ca. 4,2 ca. 2.000 ca. 15,0
Birke ca. 4,3 ca. 1.900 ca. 15,0
Kiefer ca. 4,3 ca. 1.600 ca. 15,5
Fichte ca. 4,3 ca. 1.400 ca. 15,5

Die angegebenen Werte sind Richtwerte. Der tatsächliche Heizwert hängt insbesondere vom Wassergehalt und von der Beschaffenheit des Holzes ab.

Der Wassergehalt ist entscheidend

Ein wichtiger Faktor für die Nutzung von Kaminholz ist der Wassergehalt. Je mehr Wasser im Holz enthalten ist, desto mehr Energie wird bei der Verbrennung zunächst für dessen Verdampfung benötigt. Dadurch steht weniger nutzbare Wärme zur Verfügung.

Verwenden Sie deshalb ausreichend getrocknetes und für Ihre Feuerstätte geeignetes Brennholz. Für Scheitholz gilt: Der Feuchtegehalt sollte unter 25 % liegen. In der Praxis weist gut getrocknetes, gebrauchsfertiges Kaminholz häufig eine deutlich geringere Holzfeuchte auf.

Ein niedriger Feuchtegehalt unterstützt eine zuverlässige Verbrennung und hilft, unnötige Rauch- und Rußbildung zu vermeiden.

Kaminholz richtig lagern

Damit Kaminholz trocknen kann und trocken bleibt, sollte es luftig und vor Niederschlag geschützt gelagert werden. Eine gute Luftzirkulation unterstützt die weitere Trocknung des Holzes.

Darauf sollten Sie bei der Lagerung achten:

  • einen trockenen und gut belüfteten Lagerplatz wählen
  • Holz nicht unmittelbar auf feuchtem Boden lagern
  • ausreichend Abstand zu Wänden für die Luftzirkulation lassen
  • Holz vor Regen und Schnee schützen
  • die Seiten des Holzstapels möglichst offen und gut belüftet lassen

Raummeter und Schüttraummeter – was ist der Unterschied?

Beim Kauf von Brennholz begegnen Ihnen unterschiedliche Maßeinheiten. Da sich gestapeltes und lose geschüttetes Holz im Volumen unterscheiden, sollten Sie beim Preisvergleich immer auf die angegebene Einheit achten.

  • Raummeter (rm): ein Kubikmeter geschichtetes Holz einschließlich der Zwischenräume zwischen den Holzstücken.
  • Schüttraummeter (srm): ein Kubikmeter lose geschüttetes Scheitholz einschließlich der dabei entstehenden Zwischenräume.

Da beim Schütten größere Zwischenräume entstehen, sind Raummeter und Schüttraummeter nicht direkt im Verhältnis 1:1 vergleichbar.

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